Bürgermeisterin Birgit Tupat trifft Siggi Müller - „Unterwegs“ auf der Baustelle
Nachrodt-Wiblingwerde – Der Abriss des ehemaligen MPU-Gebäudes in Nachrodt-Wiblingwerde markiert nicht nur das Ende des langjährigen Schandflecks zwischen Netto- und Getränkemarkt in Nachrodt, sondern auch den Anfang eines modernen, nachhaltigen Bauprozesses. Das Tiefbauunternehmen Siggi Müller hat sich über die Grenzen von Nachrodt-Wiblingwerde hinaus einen Namen bei der Materialtrennung und dem Recycling von Abrissmaterialien gemacht.
Im Mittelpunkt steht die Kreislaufwirtschaft der unterschiedlichen Baustoffe. Durch die Trennung der Baustoffe und das anschließende Recycling – teilweise schon direkt vor Ort auf der Baustelle – werden Ressourcen geschont und Belastungen für Mensch und Umwelt reduziert.
Nachhaltiger Abriss: Der Wertstoffkreislauf
Beim Rückbau des MPU-Gebäudes in Nachrodt wurde entsprechend darauf geachtet, Materialien sortenrein zu trennen. Das bedeutet, dass Beton, Holz, Metall und Kunststoffe nicht einfach vermischt, sondern gezielt voneinander getrennt wurden.
So können beispielsweise Beton und Ziegel aufbereitet und als Recycling-Schotter im Straßenbau oder als Füllmaterial wiederverwendet werden. Holz findet oft in der Spanplattenproduktion oder in Biomasse-Heizkraftwerken eine neue Bestimmung. Metalle wie Stahl, Kupfer und Aluminium sind besonders wertvoll und werden eingeschmolzen, um neue Produkte herzustellen.
Zur speziellen Wiederaufbereitung von Aluminium informierte sich Birgit Tupat im Rahmen der jährlichen Unternehmensbesuche „gleich nebenan“ bei der Aluminium GmbH Nachrodt (AGN): Bürgermeisterin Birgit Tupat „Unterwegs“ bei AGN Aluminium - Einblicke in den Wertstoffkreislauf
Generell gilt: Das Recycling minimiert nicht nur die Menge an Bauschutt, die auf Deponien entsorgt werden muss, sondern senkt auch den Bedarf an primären Rohstoffen. So wird die Umwelt entlastet und ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet.
Flexibilität und Effizienz durch moderne Abrissbagger
Eine entscheidende Rolle beim Abriss des MPU-Gebäudes spielten die eingesetzten Maschinen. Siggi Müller informierte Bürgermeisterin Birgit Tupat vor Ort über die speziellen, großformatigen Abrissbagger, deren besonderes Merkmal der schnelle Werkzeugwechsel ist. Diese Bagger sind mit sogenannten Schnellwechselsystemen ausgestattet, die es dem Maschinenführer ermöglichen, innerhalb weniger Minuten von einer Betonschere auf einen Greifer, einen Hammer oder eine Schaufel zu wechseln. Anstatt mehrere spezialisierte Maschinen einsetzen zu müssen, kann ein einziger Bagger so nacheinander verschiedene Aufgaben erledigen:
- Betonscheren zerlegen massive Betonwände und -decken präzise.
- Greifer sortieren die einzelnen Materialien wie Holz und Metall sauber aus.
- Hämmer werden zum Zertrümmern von Fundamenten eingesetzt.
Diese Flexibilität beschleunigt nicht nur den jeweiligen Abriss, sondern erhöht auch die Effizienz bei der sortenreinen Trennung der Materialien. Weniger Maschinen bedeuten zudem einen geringeren Treibstoffverbrauch, weniger Lärmbelastung und eine Reduzierung der CO₂-Emissionen. Das Resultat ist ein schnellerer, kostengünstigerer und ökologischerer Rückbau.
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