Antrittsrede

Liebe Mitglieder des Rates der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde, liebe Besucher,

es ist für mich ein besonderer Moment. Meine zweite Amtszeit als Bürgermeisterin dieser einzigartigen Gemeinde beginnt.

Ich freue mich sehr über das positive Ergebnis – auch wenn die Wahlbeteiligung sicherlich doch eher erschreckend gering war. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, zunächst allen zu danken, die mich auf diesem Weg begleitet und gestärkt haben. Denjenigen, die mich aktiv unterstützt haben, wie die Mitglieder der UWG. Denjenigen, die hinter mir standen und mir den Rücken gestärkt haben, wie meine Freunde und Familie. Sowie vielen von Ihnen, die Sie heute hier sitzen. Aber vor allem möchte ich den Wählern danken, die mir für die kommenden sieben Jahre ihr Vertrauen geschenkt haben. Zudem danke ich auch allen Kritikern. Denn Kritik – ist sie sachlich und konstruktiv – ist wichtig und hilft beim Reflektieren der eigenen Leistung. Sie hilft dabei, im Amt zu wachsen, und bringt manchmal auch eine andere Sicht auf die Dinge.

„Den Bürgern verpflichtet. Nicht der Partei.“ Mein Slogan im Wahlkampf ist mehr als eine klingende Floskel. Er ist wohl überlegt und soll in den kommenden Jahren meiner Amtszeit mein persönlicher Ansporn sein. Denn hier geht es nicht um mich, um persönliche Befindlichkeiten von Parteien, Fraktionen, Funktionsträgern oder Behörden. Hier geht es um etwas Größeres, nämlich um 6.664 Nachrodt-Wiblingwerder.

Unsere Gemeinde ist wunderschön. Wer hier wohnt, lebt in einer aktiven, lebensfrohen und unglaublich liebenswerten Kommune – und noch dazu mitten im Grünen. Es lohnt sich, dafür zu kämpfen, die Eigenständigkeit zu erhalten, die Lebensqualität und Infrastruktur stetig zu verbessern – eben alles zu tun, damit Nachrodt-Wiblingwerde weiter so charmant und lebenswert bleibt.

In Zeiten leerer Gemeindekassen ist es schwer, nicht nur zu verwalten, sondern auch zu gestalten. Das haben wir in den vergangenen Jahren schmerzlich erfahren. Aber wir durften auch erfahren, was möglich ist, wenn ein jeder von uns täglich sein Bestes gibt.

Ich wünsche mir, dass wir es gemeinsam anpacken. Hand in Hand für unsere Gemeinde zu kämpfen. Wir wollen eben nicht nur erhalten und verwalten, sondern auch mutig voranschreiten, neugierig Türen öffnen und mit Optimismus neue Wege einschlagen, die vielleicht auf den ersten Blick zu steinig und steil wirken. Es heißt nicht umsonst: „Nur wer nach dem Unmöglichen strebt, kann das Mögliche erreichen“.

Wenn wir wirklich etwas bewirken möchten, geht das nur gemeinsam. Ich bitte Sie, sich nicht weiter von persönlichen Befindlichkeiten lenken zu lassen, zurückzufinden zu einer Politik der konstruktiven Kritik, wieder Meinungsvielfalt statt Contra-Kultur zu entwickeln. Denn nicht nur ich, sondern wir alle hier sind vom Mandat aus nicht uns selbst, sondern vor allem dem Bürger verpflichtet.

Große Aufgaben warten bereits auf uns. Der Gemeinde-Entwicklungsplan, der Schul-Entwicklungsplan, Brückenbau, Windkraft – viele Themen, die uns noch lange begleiten werden. Schon heute, in der ersten Sitzung, geht es um etwas unglaublich Wichtiges für das gesellschaftliche Leben – unsere Rastatt. Also, reichen wir uns heute die Hände, wagen wir einen konstruktiven Neuanfang, krempeln wir die Ärmel hoch und packen wir es an. Gemeinsam für 6.664 Nachrodt-Wiblingwerder.